Ein starkes Team: Aufbau einer internen Lehrkräfte- und Schüler*innen-Taskforce

Viele Schulen stehen vor der Herausforderung, zeitgemäße Systeme, Werkzeuge, Methoden, aber auch Abläufe und Organisationsstrukturen in das Lernen und die Verwaltung zu integrieren.
Dazu müssen das Kollegium und die Schülerschaft flächendeckend im Umgang mit diesen Themen geschult und betreut werden. 

Auf dieser Herausforderungsseite stellen wir euch vor, warum der Aufbau eines internen Teams, das die schulische Fort- und Weiterbildung und die Betreuung des technischen Supports übernimmt, so sinnvoll ist.
Dabei wird besonderer Wert auf die Persönlichkeitszusammensetzung des Teams gelegt. Neben dem Aufbau des Lehrer*innen-Teams geht es auch um die Zusammensetzung einer Schüler*innen-Taskforce.
Beide Teams stellen im Schulterschluss eine echte Bereicherung für die agile Schulentwicklungsarbeit dar.

Finden von Initiatoren für den Aufbau und die Entwicklung des Weiterbildungs- und Supportteams und der Schüler*innen-Taskforce

  1. Alles beginnt damit, Initiatoren zu finden – also ein Mini-Team, das für den Aufbau des Lehrer*innen-Weiterbildungs- und Supportteams verantwortlich ist.
    • Sie erstellen ein Konzept für die Weiterbildungsinhalte und die Arbeitsweise dieser Gruppe an der Schule.
    • Außerdem sind sie für die benötigte personelle Besetzung verantwortlich.
    • Die Initiatoren sollten ihr Kollegium gut kennen und wissen, welche innovativen Potenziale oder menschlich-soziale Gefüge in der Mannschaft versteckt sind. Die Initiatoren legen viel Wert auf Teamarbeit und haben Freude daran, mit anderen Lehrkräften als Multiplikatoren tätig zu sein.
    • Sie kooperieren eng mit der Schulleitung und anderen Gremien, um die Weiterentwicklung voranzutreiben und im Kollegium nach Unterstützung zu suchen. Sie sind die Anker im Teamgefüge und investieren viel Zeit (ja, wahrscheinlich auch Freizeit) in die eigene Fortbildung und den Aufbau des Fortbildungsteams und der Inhalte.
    • →  Das bedeutet eine Menge Arbeit und es ist wichtig, dass diese Schlüsselfiguren auf lange Sicht entlastet werden. Das kann entweder durch die Schulleitung oder zusätzlich eingearbeitete Kolleginnen und Kollegen geschehen.
  2. Etwas zeitversetzt zum Aufbau des Lehrer*innen-Weiterbildungs- und Supportteams ist es auch sinnvoll, eine Schüler*innen-Taskforce aufzubauen. Hierfür wird ein kleines Team von 2-3 verantwortlichen Lehrkräften benötigt, die die Zusammenstellung, Ausbildung und Betreuung dieses Teams koordinieren.

Suchen von Multiplikatoren / Fortbilder*innen

Am Anfang steht die Recherche. Gibt es an eurer Schule bereits ein Team, das sich schwerpunktmäßig mit digitalen Inhalten oder Arbeitsmethoden (z. B. Lernplattformen) oder innovativen Lernkonzepten befasst? Falls ja, ist das der ideale Ausgangspunkt, um ein Team aufzubauen. Auch Mitarbeiter*innen, die sich besonders für neue Unterrichtswerkzeuge interessieren, haben hier Priorität.

Sprecht alle Leute an, die innovativ und neugierig sind, Neues auszuprobieren. Das Wichtigste ist, dass die zukünftigen Fortbilder*innen intrinsisch motiviert sind und gerne im Team arbeiten. Geht es um digitale Inhalte, die vermittelt werden sollen, sind auch Personen hilfreich, die bereits mit Vorwissen ins Projekt starten können. Gerade auch eher "unsichtbare" Kolleginnen und Kollegen sind hier Gold wert. Egal, ob im Lehrerzimmer, auf dem Flur oder im Klassenraum: Überall schlummert Potenzial. Auch interessierte Schüler*innen für die Taskforce können schon gesucht werden. Dafür bieten sich Umfragen, Informationsveranstaltungen und Newsletter an.

Unser Tipp:

Sucht an eurer Schule vor allem nach "Flammenwerfern" – intrinsisch motivierten, optimistischen und begeisterungsfähigen Menschen, die Mut zum Experimentieren mitbringen und andere mit ihrem Enthusiasmus anstecken. 

Der Vorteil der eigenen Mannschaft

Schon aus Gründen des Vertrauens ist Veränderung, die aus den eigenen Reihen kommt, stets die beste. Die Annahmebereitschaft, sich auf Neues einzulassen, steigt. So fällt es beispielsweise auch kritischen Personen leichter, sich neuen Methoden und Werkzeugen zu öffnen. Außerdem steigt der Zusammenhalt im Kollegium und unter den Schüler*innen dadurch, dass man gemeinsam Veränderungen und Fortschritte erschafft. Aus vielen Einzelkämpfer*innen entsteht mit der Zeit immer mehr Teamgeist.

Zusätzliches Plus: Bei Fragen und Herausforderungen ist immer jemand, den man gut kennt, vor Ort ansprechbar. Bei der Fortbildung wird die Schülerschaft oft vergessen. Gibt es systemische Neuerungen, werden diese oft den Klassenlehrer*innen näher gebracht. Existiert aber eine Schüler*innen-Taskforce, kann diese die Fortbildung übernehmen und auch bei Problemen helfen. Zusätzlich kann die Taskforce auf Wunsch Lehrkräfte auch im Unterricht unterstützen, wenn beispielsweise neue Lernsoftware eingeführt wird.

Ein netter Nebeneffekt: Der klassenübergreifende Teamcharakter unter den Schüler*innen wächst.

Diverses Fortbildungsteam für eine hohe Annahmebereitschaft

Es lohnt sich, im Team eine möglichst große Bandbreite unterschiedlicher Persönlichkeiten und Fachrichtungen abzubilden. Je bunter ihr aufgestellt seid, desto eher finden sich weitere Personen, die sich ebenfalls engagieren oder aber sich fortbilden lassen wollen. Die Annahmebereitschaft wächst.

  • Hier solltet ihr nicht die Chance verpassen, auch Personen einzubeziehen, die bisher nicht so aktiv in Organisationsgremien mitwirken. So haben auch eher unauffällige Mitmenschen häufig verborgene Talente, die im weiteren Verlauf unglaublich nützlich werden können.
  • Ältere Kolleginnen und Kollegen sind ebenfalls sehr wichtig im Team. Die ganz natürliche Geduld, die ausgereifte Menschenkenntnis und das Talent, mit einfachen Wörtern Erklärungen vorzunehmen, verschafft unsicheren und unerfahrenen Lernenden eine angenehme Atmosphäre.
  • Bei der Schüler*innen -Taskforce sind die unterschiedlichen Persönlichkeitsmerkmale auch relevant. So kann es Mitgleider*innen der Taskforce geben, die ausschließlich Mitschüler*innen Kontakt haben und daher ganz andere Eigenschaften benötigen als Mitgleider, die zusammen mit Fachlehrkräften den Einsatz neuer Unterrichtswerkzeuge testen.

Feste und überschaubare Funktionsbereiche im Fortbildungsteam

Je nach Bedarf und Entwicklungsziel der Schule sind viele Fortbildungsinhalte denkbar:

  • Schulungen von Lernplattform
  • Methoden zur Organisation und Zusammenarbeit
  • neue Unterrichtswerkzeuge in den Fächern usw.

 

Auch verschiedene Supportbereiche müssen bedient werden zum Beispiel:

  • Onboarding neuer Mitarbeiter*innen
  • Einrichtung von Endgeräten
  • Betreuung technischer Schwierigkeiten bei Soft- und Hardware

 

Um eine berufsbegleitende Mitwirkung im Team zu ermöglichen und die Arbeitsbelastung im Rahmen zu halten, ist es wichtig, feste Bereiche und Zuständigkeiten zu definieren, damit man nicht von Zusatzarbeit überladen wird.

Auch bei der Schüler*innen -Taskforce sollte es die Zuständigkeiten geben.

Unser Tipp:

Funktionsbereiche sollten immer im Team (mindestens zwei Personen) besetzt werden. So ist immer für Backup besorgt, falls mal jemand ausfällt – und zusammen macht es auch mehr Spaß. 😉 

Schulleitung: Honorierung und Entlastung für Teammitglieder schaffen

Die Mitarbeit im Fortbildungs- und Supportteam oder der Schüler*innen-Taskforce fällt – wie viele andere Dinge auch – in das zusätzliche Engagement. Zum Ausgleich sollten von der Schulleitung vorab entlastende Maßnahmen definiert werden:

  • Das können beispielsweise weniger Unterrichts- / Bereitschaftsstunden oder weniger Pausenaufsichten sein.
  • Besonders zeitintensive Jobs wie die Leitung des Teams könnten auch mit Entlastungsstunden honoriert werden. Das erfordert eine individuell-schulische Absprache, sollte aber mitgedacht werden.
  • Schüler*innen der Taskforce können für ihren Einsatz im Team vielleicht mit schulischen Endgeräten für die "Arbeit" oder mit offiziellen Auszeichnungen honoriert werden. 

Feedback zu Key Facts geben

Habt ihr Optimierungsvorschläge für einen Key Fact oder möchtet ihr Inhalte ergänzen? Dann gebt uns doch Feedback dazu – egal, ob euch etwas fehlt oder ihr Verbesserungen vorschlagen möchtet.

Ihr möchtet einen Erfahrungsbericht zu dieser Herausforderung schreiben?

Habt ihr an eurer Schule bereits ein internes Weiterbildungskonzept erarbeitet? Wir freuen uns, wenn ihr eure Erfahrungen mit uns und allen anderen teilt und einen Erfahrungsbericht zusammenstellt. Füllt dafür einfach den Fragebogen mit euren Antworten aus. Nach Eingang bei uns bereiten wir euren Bericht professionell auf und veröffentlichen ihn.

Für Fragen oder Anmerkungen stehen wir euch natürlich jederzeit zur Verfügung.

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Veronika Stabel

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    Hier geht es nun um die Key Facts

    Hier geht's nun um den Aufbau eurer internen Fort-, Weiterbildungs- und Supportteams

    Bitte erläutere deine Erfahrungen zu den jeweiligen Key Facts so genau und detailliert wie möglich.

    Wie habt ihr Initiatoren für Weiterbildungs- und Supportteam sowie die Schüler*innen-Taskforce gefunden? Wonach habt ihr diese Initiatoren ausgewählt?

    Wie habt ihr die Fortbilder*innen gefunden? Gab es z. B. schon ein Team, das sich mit digitalen Arbeitsmethoden auskennt?

    Habt ihr für eure Weiterbildungs- und Supportteams Personen gewählt, die intern bei euch arbeiten oder lernen? Wenn ja, wieso?

    Wie habt ihr für Diversität gesorgt? Welche Personen sind in euren Weiterbildungs- und Supportteams? Warum habt ihr diese Personen gewählt?

    Wie habt ihr Funktionsbereiche im Fortbildungsteam erstellt? Habt ihr feste Bereiche und Zuständigkeiten definiert?

    Gab es durch die Schulleitung Entlastung oder eine Honorierung für Teammitglieder? Wie sah das genau aus? Gab es z. B. Entlastungsstunden?

    Inhalte über die Key Facts hinaus

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