Der Weg zur gemeinschaftlichen Vision

Voraussetzung zur Bearbeitung dieser Herausforderung ist das 1. Kapitel:

Warum braucht eine Schule eine Vision für die zeitgemäße Entwicklung und was kennzeichnet eine Vision?

In was für einer Welt werden die jungen Menschen von heute und morgen leben?

Die Welt entwickelt sich immer weiter und bringt neue Methoden und Technologien hervor. Sie wird ein Ort der Kollaboration, der Vernetzung, der Kreation sein – und darauf müssen Schüler*innen vorbereitet werden. Doch wie müsste die Schule aussehen, um genau das zu tun? Erfahrt dies und mehr in unserem Video, viel Spaß beim Zusehen!

Feststellung, dass eine gemeinsame Vision notwendig ist

  • Es muss bei allen Beteiligten ein Verständnis für die Kultur der Digitalität entwickelt werden. Vor dem Hintergrund der Chancen und Herausforderungen der gesellschaftlichen Digitalität sollte Schule neu gedacht werden.
  • Die Digitalität muss Einbezug in die Bildung und das Lernen erhalten, um Schüler*innen zeitgemäß auf die Lebenswelt vorzubereiten. Auch, wenn Schulen bereits eine Vision haben, muss diese um die Komponente der Digitalität erweitert werden. 
  • Es sollte ein gemeinsames Verständnis geschaffen werden wie Bildung neu gedacht und das Lernen neu gestaltet werden kann. 
  • Durch wachsende Aufgabengebiete oder höhere Individualisierung können durch die Digitalisierung neue Möglichkeiten der Kollaboration entstehen. Hier sollte sich auf eine gemeinsame und vielleicht auch neue Haltung geeinigt werden.

    Visionsbildung durch Gruppen, nicht durch Einzelpersonen

    Egal, wer den Prozess der Visionsbildung anregt, hier sollten niemals nur Einzelpersonen aktiv werden, sondern stattdessen Gruppen. Wichtig ist, dass die Schulentwicklungsgruppe / Steuergruppe sowie die Schulleitung von Beginn an mit ins Boot geholt werden

    Eine Vision muss aus der Mitte kommen

    Eine Vision kann in Schulen nicht vorgegeben werden, sondern muss aus der Mitte kommen.  

    Holt die Menschen von Beginn an ab und bezieht sie mit ein: Gemeinsam = Kollegium + Leitung + Schüler*innen + Eltern 

    Hierarchisches Denken und Handeln sind eher hinderlich

    Bei der schulgemeinschaftlichen Visionsbildung sind hierarchisches Denken und Handeln eher hinderlich. 

    • Alle Beteiligten der Schulgemeinschaft, die sich beteiligten wollen, sollten sich beteiligen können.
    • Die schulischen Gremien sollten höchstens eine koordinierende Funktion im Visionsbildungsprozess übernehmen. 

    Transparenten Prozess der Visionserarbeitung gestalten

    Der Prozess der Visionserarbeitung sollte so transparent wie möglich gestaltet werden.

    • Stellt Zwischenergebnisse zur Verfügung. 
    • Informiert euch über aktuelle Stände. 
    • Macht den Auswertungsprozess der Ergebnisse transparent.  

    Unterschiedliche Akteur*innen der Schulgemeinschaft setzen sich mit ihren Wünschen / Vorstellungen auseinander

    podcast

    Hier ein Audioband von der SV des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in Hürth zum Thema Vision der Schule der Zukunft. Unbedingt reinhören!

    • Gebt den Gruppen individuellen Platz zur Entwicklung der Visionsinhalte:
      • Lehrer*innen (alle) 
      • Schüler*innen (SV) 
      • Eltern (Elternpflegschaft) 
    • Zeigt, was möglich ist.
      • Augen öffnen / Inspiration / Ansporn für mögliche Schulentwicklung schaffen, denn Lehrer*innen stecken in der Routine und haben wenig Vorstellung davon, was umgesetzt werden kann. Hinzu kommt häufig Angst / Respekt vor Veränderungen.
    • Regt zum Austausch von Wünschen an: 
      • Raum geben, um eigene Ideen zu entwickeln.
    • Lasst auch Sorgen Platz, damit sich die Kreativität entfalten kann.
      • Bewährtes bleibt bestehen und wird durch Zeitgemäßes ergänzt.
    • Macht so wenig Vorgaben wie möglich.
      • Bei Lehrer*innen, Eltern und Schüler*innen unterschiedlich.
    • Wünsche und Vorstellungen der 3 Gruppen werden vereint – unterschiedliche Visionsformulierungen entstehen.
    YouTube

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    Und hier ein Video zum Thema Education 4.0

    Es gibt nur EINE schulgemeinschaftliche Vision

    • Am Ende einigt sich die Gemeinschaft auf eine Visionsformulierung, die auf den Erarbeitungen aller Beteiligten fußt.
    • Workshop mit Schüler*innen-, Lehrer*innen- und Elternvertreter*innen
    • Die individuell passendste Schulvision wird gewählt:
      • Zeit zum Austausch der Beteiligten über die Vorschläge 
      • Demokratische Wahl 

    Das ist unser Playbook