Wow ihr lieben.. entschuldigt erst einmal , dass ich mich nun die ganze Woche nicht zu Wort gemeldet habe…
Mittlerweile laufen die Unterrichtsstunden der Entwicklungsklasse 6c im Fach Mathematik richtig gut.

Kurz für alle, die die letzten Einträge nicht verfolgt haben. Die 6c ist bei uns am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Hürth Entwicklungsklasse d.h. alle Kinder haben ein Endgerät von HP und Conrad zur Verfügung gestellt bekommen, das bei Weis-IT diebstahl- und beschädigungsgeschützt ist, auf dem sie mit einem Stift schrieben können. Alle Unterrichtsinhalte im Fach Mathematik und Deutsch erhalten und bearbeiten die Kinder am Gerät…Sprich in diesen Fächern unterrichtet die Kinder ein “digitaler Lehrer”. Die Office 365 Programme One Note Classbook und Teams gehören zu den hauptsächlich, täglichen Anwendungen und werden durch die von AixConcept entwickelte Oberfläche MNSpro Cloud in einer besonders benutzerfreundlichen, leicht zu administrierenden und sehr übersichtlichen an den Lehrer und Schüler gebracht.

Die Lernkurve der Kinder im Umgang mit dem digitalen Endgerät, One Note Classbook, MNSpro Cloud sowie vereinzelten Anwendungen, wie beispielsweise die Bedienung von Suchmaschinen oder dem Snipping tool, das für die Aufgabenbearbeitung gebraucht wurde, ging in den vergangenen Wochen stark bergauf.
Es dauert einfach seine Zeit bis sich die Kinder an die neuen Lernmöglichkeiten wie z.B. die interaktiv gestaltenten und nach rechts und links nicht endenden Seiten in One Note Classbook gewöhnt haben.
Auf den Seiten finden sich nicht nur Aufgaben wie im Buch, sondern noch Audio Dateien zur erneuten Erklärung der Aufgabenstellung, Ein Video zur Verdeutlichung oder ein Link, bei dem interaktive Aufgaben hinterlegt sind und im Browser gelöst und direkt kontrolliert werden können.

Außerdem nutze ich das Prinzip des Flipped-Classroom (auch leicht variiert) ganz gerne:
Ich drehe Lernvideos über die kommenden Inhalte oder Einheiten und stelle den Schülern dieses Video im One Note Klassennotitzbuch in der Inhaltsbibliothek im jeweiligen Abschnitt zur Verfügung Die Kids schauen sich das Video zu Hause an und kommen mit dem dadurch vermittelten Stoff in den Unterricht. Im Unterricht haben wir so mehr Zeit um Anwendungen zu üben, zu vertiefen oder uns mit Fragestellungen zu beschäftigen.
Wie ich finde eine tolle Methode, denn man spart sehr viel Zeit durch frontale Vermittlungsphasen, bei denen sowieso nicht jeder Schüler gleich schnell folgen kann. Bei einem Video spult man einfach noch mal zurück oder guckt sich das Bespiel ein weiteres Mal an und gut ist.


Mittlerweile läuft der Unterricht flüssig und wir kommen inhaltlich auch voran.… was in den ersten beiden Schulwochen nur bedingt der Fall war.😲

Dadurch, dass der Großteil Kinder nur sehr wenig Erfahrung mit Computern als “Arbeitsgerät” hatten, stand wie schon erwartet und auch ganz normal für die ersten anderthalb Wochen das Lernen der sinnvollen und richtigen Bedienung im Vordergrund: wie die Hardware in der Schule und auch zu Hause zu bedienen ist und wie man die Software zum Laufen bekommt ist eben grundlegend.


Neben der Vermittlung, dass der Laptop zu Hause geladen und somit mit vollem Akku zur Schule transportiert werden muss, man quasi nicht mitarbeiten kann, wenn man den Laptop nicht dabei hat und sich das natürlich wie vergessene Arbeitsmaterialien auch auf die Note auswirkt, die Nutzung nur für schulische Zwecke besteht und somit keine privaten Daten gespeichert werden dürfen und was genau eine Cloud ist und wie man sie benutzt, fielen gerade in den ersten Wochen ein Haufen individueller Probleme an, die nahezu alle zeitgleich auftraten und deine vollständige Aufmerksamkeit als Hard- und Software Experte (… nicht als Lehrer/in…) erforderten.
Hier hatte der Eine seine Abschnitte im eigenen Notizbuch genauso schnell gelöscht, wie ein Zweiter ungewollt fünf neue erstellt hatte, ein Anderer wiederum den Tablet Modus entdeckt und nicht wieder ausgeschaltet bekam, ein Nächster die Seiten aus der Inhaltsbibliothek nicht in sein Notizbuch verschieben könnte oder das Internet bei immer noch 100er Bandbreite den Download von 31 Mann mal so überhaupt nicht unterstütze.

Stand heute: Alle Kinder können mit dem Endgerät und den bisher gelernten Funktionen gut umgehen, sie unterstützen sich ganz großartig gegenseitig, wenn mal was nicht klappt, sodass ich in solchen Situationen entlastet werde und kleine Tricks und Kniffe, wie man technische Probleme in den Griff bekommt werden immer mehr beherrscht….

Sprich wir dürfen uns nun auf den Unterricht konzentrieren und anfangen das Lernen mit digitalen Endgeräten mehr und mehr anders zu gestalten als es mit Büchern und Arbeitsblättern möglich ist.

Ich freue mich auf die nächsten Wochen…

Let´s rock 😉

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    22. September 2019

    "Digitale Transformation beschreibt die Haltung zur Bildung unter dem Einfluss der Digitalität"

    Playbook

    Mit einer gemeinsam erarbeiteten Blaupause, dem Playbook, wollen wir Schulen helfen, den für sie individuell optimalen Weg der Transformation zu finden.