Edu-sense: Skalierbares Bausteinkonzept für alle, die JETZT anfangen wollten

Edu-sense ist ein Projekt, bei dem sich Lehrer*innen und Schüler*innen fit für die digitale Welt machen.

Die Schule soll als ganzes Schiff mitgenommen werden:
Leitung, Kollegium, Schülerschaft, Eltern.

Zum einen umfasst Edu-sense Bausteine, die jede Schule unbedingt braucht, um digitale Strukturen (Unterricht und Organisationsmanagement) aufzubauen.

Zum anderen zeigt Edu-sense ein funktionierendes Konzept auf, wie man die Bausteine aus aktueller bildungspolitischer Lage umsetzten und einsetzen kann.

Jeder Baustein enthält kleinere Unterbausteine, die an die Anforderungen und Umgebungsbedingungen einer jeden Schule anpassbar sind:
Edu-sense ist also skalierbar.

In der angefügten Prezi sind die Bausteine und die konzeptionelle Verzahnung im Überblick dargestellt.

Die Umsetzung eines Unterbausteins mit seinen jeweiligen Unterbausteinen umfasst verschiedene denkbare Varianten und zugleich unverzichtbare Voraussetzungen und zeigt im Detail die von uns am Albert-Schweitzer-Gymnasium gewählte Lösungsmöglichkeit mit ihren Vor- und Nachteilen auf.

Die Prezi zum Edu-sense Konzept befindet sich derzeit noch im Aufbau. Daher stelle ich nur für den ersten kleinen Einblick ein paar Screenshots aus der Prezi zu Baustein „Unterricht“ dar.
Das vollständige Konzept mit allen Details zum Durchklicken und als Download folgt in Kürze.

Edu-sense ist EIN Projekt, das neben vielen anderen tollen Projekten existiert, das als Pilotprojekt (Albert-Schweitzer-Gymnasium) gestetet wurde. Das Konzept wird seit den Sommerferien 2019 praktiziert und wird als grundlegend funktionierend eingestuft.
Da es einige, nicht von uns als Schule zu behebende Schwachstellen im Bildungs- und Schulsystem gibt, mussten manche Problemstellungen recht kreativ und kurzfristig gelöst werden. Dies tut dem Konzept inhaltlich keinen Abbruch, sondern erfordert den Handlungsbedarf bei Land und Bund.

Da Edu-sense nicht mit dem Handeln in Richtung Digitalisierung an der Schule wartet, bis die systemimmanenten Schwachstellen ausgeglichen sind, wird daher mit bestehenden Möglichkeiten die Digitalisierung (mit)gestaltet: ganz nach dem Motto „nicht nur viel drüber reden, sondern anpacken und machen“.

Das bringt den Voteil mit sich, dass die Schulen, die Edu-sense verfolgen, auf jeden Fall starten können und recht schnell handlungsfähig werden, ergo eine Basis schaffen , auf der aufgebaut werden kann.

Die Kehrseite der Medaille ist, dass dieses Anfangen nicht unter den optimalsten Bedingungen geschieht, sprich unter teilweiser Akzeptanz von Nachteilen, Verständis für Prozesschwierigkeiten, Frustrationstolleranz, Geduld, einer großen Portion Eigeninitative und zeitlichem Aufwand sowie teils finanzieller Eigenbeteiligung.

Das Fehlen bestimmter systempolitischer Vorgaben oder Mittel lässt das Konzept ganz klar an manchen Punkten an die Grenze stoßen.
Beispiele sind hier:

  • nötiger Beschluss zur priorisierten Anbindung von Schulen an Breitband
  • Schaffung einer gesetzliche Rechtsgrundlage für pädagogische Server und Cloud
  • Anerkennung von Schülergeräten als Lehr- und Lernmittel
  • einheitliche Regelung über Mischfinanzierung/Unterstützung in der Finanzierung von Schülerendgeräten von finanzschwachen Familien
  • Klärung der Zuständigkeit über Finanzierung der Lehrerendgeräte inklusive Fullservice (Bund/Land/Schulträger)
  • Anpassung der Lehrpläne an erforderliche zu vermittelende digitale Kompetenzen

Solange hier nicht systemstrukturell von der Politik nachgegriffen wird, bleibt nur die Möglichkeit kreative Lösungen für diese Art von Problemen zu finden. Immerhin besser als Nichtstun.

Die (Not-)Lösungen, die wir gefunden haben, die aber nur bedingt gut funktionieren oder greifen, fasse ich im Konzept mit ein.

Auf zweiter Sprur  versucht Edu-sense Einfluss und Aufmerksamkeit in jene Instanzen im Bildungssystem zu generieren, auf denen Entscheidungen getroffen werden. Wir versuchen durch Gespräche mit entscheidenden Instanzen dafür zu sorgen, dass wir Schulen als Ausführungsorgane der Digitalisierung die Mittel und Maßnahmen bekommen, die wir brauchen, um handlungsfähig zu sein. Hierfür hilft ganz immsens Frank Thelen, der das Projekt mit seinem Know-how  und Einfluss begleitet.

Trotz aller Schwierigkeiten:
Wir- bei Edu-sense- gestalten den Weg der Digitalisierung mit, so gut wir können.
Wir bewegen uns an der Front ( dem täglichen Unterricht, mit den Kindern von heute) vorwärts.


Ich, als eine, die diesen Weg mit ihrer Schule angefangen hat zu gehen, kann euch sagen:

Die ersten Schritte sind schon jetzt möglich.

Der Weg ist nicht einfach.

Er braucht Zeit und Muße.

Aber es lohnt sich.

Im Edu-sense Baustein-Konzept gelten folgende 10 grundlegendenVoraussetungen:

  1. mind -change:Die Welt wird immer digitaler. Nötige digitale Kompetenzen müssen in der Schule gelernt werden. Angst und Verteufelung ist hinderlich. Proaktives Mitgestalten schafft Wissen und Vertrauen.
  2. Ihr braucht mindestens einen „Macher„, der das Konzept initiiert und nach vorne treibt und bei dem die Strippen zusammenfließen- herzlichen Glückwunsch, wenn du diesen Artiekl liest, sieht das so aus als wärest du das 😉
  3. überzeugnter Schulleiter, der den digitalen Fortschritt und das Konzept mitträgt.
  4. motiviertes und offenes Kollegium für digitalilierte Arbeit und Unterricht (Abfrage)
  5. Lehrer vor Schüler in der digitaler Ausbildung
  6. Aufbau eines schuleigenen Trainerteams, das berufsbegleitend Kollegen schult (Unterstützung durch Edu-sense Online- Begleitmaterial)
  7. nötige Systeminfrastruktur: Trainer haben stiftunterstütendes Endgerät ( aktuell leider: selbstgekauft oder Dauerleihgabe aus Verhandlungen), ein paar Räume mit Beamer, nutzbares Interent für den Start (wir laufen auf 100Mbit) – ab einer bestimmten Stelle wird allerdings Breitband benötigt, hier muss man mit viel Eigeninitivative an den Schulträger herantreten.
  8. Entscheidung für eine Schul- und Lernmanagementsoftware (so wenig verschiedene Plattformen wie möglich + Office Unterstützung)
  9. eine Entwicklungsklasse zum Ausprobieren der Lernumgebung
  10. Geduld, Spaß, Frustrationstolleranz, Kreativität

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